Strict Standards: Non-static method Session::setNew() should not be called statically in /mnt/web212/e0/31/51414631/htdocs/site/index.php on line 60 Louisa Marie Summer · Photography · New York | Munich
Border Walks/Grenzgänge/Piirilkõnnid/Прогулки вдоль границы
2016/10/19
|
Border Walks/Grenzgänge/Piirilkõnnid/Прогулки вдоль границы

Fotografenresidenzen in Tallinn und Narva

Im modernen Europa arbeitet man seit langer Zeit daran, Grenzen zu überwinden und abzubauen. Das gilt nicht nur für Staat- und Landesgrenzen, sondern auch für Grenzen der Bildung, der Infrastruktur, der Wirtschaft und im sozialen Miteinander. Durch die Globalisierung und nicht zuletzt durch den massiven Erfolg des Internets spüren die Menschen den Prozess der weltweiten Vernetzung bis in den Alltag hinein. Vielen Bemühungen zum Trotz ist das Thema nicht verschwunden. Die jüngste Flüchtlingsmigration bis in die Peripherien Europas und das massive Erstarken rechtspopulistischer Bewegungen zeugen vom Gegenteil. Ständig sehen wir uns weiterhin mit Grenzen konfrontiert – neuen und alten.

In einem Gemeinschaftsprojekt brachte das Institut français d‘Estonie und das Goethe-Institut aus diesem Anlass zwei unterschiedliche Fotokünstler nach Estland. Beide – die eine aus Deutschland, der andere aus Frankreich – waren auf der Suche nach Grenzen in Tallinn und Narva. Die Kunstresidenz der Estnischen Kunsthochschule in Narva unterstützte die Fotografen dabei vor Ort. Mit ihren Fotos dokumentieren sie aus ihrer je eigenen künstlerischen Perspektive sprachliche, kulturelle, soziale und auch physische Hürden im städtischen Alltagsleben. Die Werke werfen Fragen der Integration/Exklusion auf, sie behandeln Sichtbares und Unsichtbares.

In Narva, der östlichsten Stadt Estlands mit einer überwiegend russischsprachigen Mehrheit, führte die estnische Wieder-Unabhängigkeit und der Zerfall der Sowjetunion zu gewaltigen Umbrüchen und brachte die Stadt durch die neue Staatsgrenze zu Russland in eine Randlage. Und auch in Tallinn sind die Auswirkungen der sowjetischen Zeit noch heute sichtbar. So lassen sich alte Grenzen, wie die militärische Sperrzone entlang der Küstenlinie, noch heute im Stadtbild erkennen. Nicht zuletzt spielen auch die Beziehungen zwischen Esten und Russen in beiden Städten eine Rolle bei dem Thema.



Einladung Grenzgänge/Piirilkõnnid/Прогулки вдоль границы Fotomuseum Tallinn

Archive 01|01
Previous
Next